Die Autorin und Künstlerin Sabrina Fox im Interview – Über Meditation und das Leben

Marius:

Liebe Sabrina, ich freue mich sehr dass du dir Zeit nimmst für ein Interview auf Moringablog.net und als erste die Kategorie „Lebenskunst“ eröffnest! Als erfolgreiche Autorin, Künstlerin und Moderatorin hast du schon viel erlebt auf deinem Weg. Für diejenigen unter uns, für welche Sabrina Fox noch kein Begriff ist: Wer bist du und wie kam es zu dieser Karriere?

Sabrina:

Ich bin eine Seele, die eine menschliche Erfahrung macht und ich versuche mich zu entwickeln.

Wie es zu dieser Karriere kam? Durch das Leben und durch die Entscheidungen, die ich getroffen habe. Das heißt ich bin in einer Sozialwohnung großgeworden und habe in der Küche geschlafen. Mein Vater war Alkoholiker und so habe ich mein Zuhause sehr früh verlassen. Ich hatte kein Abitur aber große Sehnsüchte. Ich wurde Fotoredakteurin, dann Fotografin, dann Fernsehmoderatorin. Dann habe ich geheiratet und wurde Mutter, zog nach Los Angeles, begann mich spirituell zu entwickeln und fing an Bücher zu schreiben. Daneben studierte ich Bildhauerei, Gesang und blieb neugierig.

Marius:

Was motiviert dich und was treibt dich an?

Sabrina:

Ich folge gerne der Begeisterung. Das heißt den Dingen, die mich berühren, die mich faszinieren, die mich nachdenklich machen, die mich beschäftigen. Ich habe im Laufe der Jahre gelernt, dass wir zwar alle mit Begabungen, Herausforderungen, Schwierigkeiten, Talenten und Gewohnheiten die ersten Lebensjahre verbringen, aber das es an uns liegt, was wir daraus machen. Wir haben die Möglichkeit und die Gabe uns zu verändern – und das ist faszinierend! Wie aus einem Gesellen ein Meister werden kann, so können wir aus einem problematischen Umfeld ein harmonisches Leben gestalten. Alles was es braucht ist die Bereitschaft sich wirklich genau anzuschauen, Hilfe zu suchen und auch anzunehmen und Verantwortung für Gedanken, Worte und Taten zu übernehmen. Das ist nicht immer einfach, aber machbar. Und da gibt es Dinge, die uns inspirieren: Bücher, Menschen, Lieder, Gedanken.

Marius:

Wer deine Arbeit im Lauf der Zeit verfolgt hat, weiß um den tiefen alten Wissensschatz der vermittelt wird. Meditation ist einer der Eckpfeiler davon. Meditierst du selber und hast du bestimmte Rituale die du benutzt um deine Spiritualität im Alltag zu leben?

Sabrina:

Ich meditiere seit knapp 25 Jahren mindestens zwei Mal am Tag. Das ist für mich ein entscheidender Ruhepol, den ich schätze. Meditationen verändern sich und nicht jede Art von Meditation passt zu jedem. Manche brauchen ein Mantra; manche Töne; manche brauchen am Anfang eine geführte Meditation; manche Bewegung dabei.

Marius:

Glaubst du, dass auch die Pflanzen, wie z.B. Moringa, einen „Geist“ oder eine „Seele“ besitzen?

Sabrina:

Ich glaube, dass wir alle lebendig sind. Selbst Steine, die kaum so einen Eindruck erwecken. Wir sind Antennen. Wir empfangen und wir senden. Je „sauberer“ unsere Antennen sind, desto so klarer ist das was wir aussenden und empfangen. Und zwischen „Allem-was-ist“ – also allem was hier existiert – einen Austausch.

Marius:

Es kommt mir vor, als würde das alte Wissen der Menschheit und die wissenschaftlichen Erkenntnisse sich immer mehr aufeinander zubewegen. Glaubst du dass dies Zufall ist? Oder ist das einfach der nächste logische Entwicklungsschritt?

Sabrina:

Es gibt „altes“ und „neues“ Wissen. Altes Wissen ist nicht unbedingt immer „gutes“ Wissen. Wir lernen als Gesellschaft – als Menschheit – dazu. Wir – als Menschen – entdecken immer mehr wie großartig unser Körper konstruiert ist. Gerade jetzt entwickelt sich unser Gehirn weiter und das ist spannend zu erleben. Und ja, das empfinde ich auch so: Vieles was wir erahnen, wird von der Wissenschaft bestätigt. Mal sehen wie es weitergeht.

Marius:

Man sagt, Gesundheit besteht aus der Einheit zwischen Körper, Seele & Geist. Stimmst du dem zu? Und wenn ja, was machst du persönlich um dieses Ziel zu erreichen?

Sabrina:

Ja, dem stimme ich zu. Ich höre auf meinen Körper. Mein Körper ist die Liebe meines Lebens: Er ist da für mich – vom Anfang bis zum Ende. Wir sprachen ja schon über die „Antenne“ und das ist mein Körper für mich. In meinem Buch „Bodyblessing – Der liebevolle Weg zum eigenen Körper“ beschreibe ich wie lange es gedauert hat, bis ich zu dieser Erkenntnis kam. Wir haben alle mal unseren Körper geliebt. Da waren wir zwei, drei Jahre alt. Und dann haben wir uns verglichen und unser Körper wurde in manchen Fällen unser Feind. Der Körper lügt aber nicht. Er gibt uns genaue Informationen darüber wie wir uns fühlen. Und das ist ein großes Geschenk…

Marius:

Was bedeutet „Lebenskunst“ für dich, wie würdest du diesen Begriff definieren?

Sabrina:

Am Ende des Lebens zurückzublicken … in Dankbarkeit.

Marius:

Wie gehst du damit um wenn Menschen das als „esoterischer Schwachsinn“ betiteln?

Sabrina

Das ist ihr gutes Recht. Jeder hat die Wahl etwas zu beurteilen und wenn das ihre Beurteilung ist, dann ist das so.

Marius: Wenn ich mir das Weltgeschehen derzeit ansehe, stelle ich folgendes fest: Auf der einen Seite nehmen Konflikte immer mehr zu – auf der anderen sehe ich immer mehr Menschen die sich für ein bewusstes Leben entscheiden und versuchen das „Große Ganze“ zu sehen und eine gewisse Spiritualität im Alltag leben. Was meinst du, wer wird am Ende in der Überzahl sein?

Sabrina

Konflikte nehmen nicht zu. Obwohl das so aussieht. Ich las gerade eine Untersuchung in der stand, dass Kriege und Konflikte entscheidend zurückgegangen sind. Doch in unserer modernen Welt erfahren wir jetzt von Konflikten sehr viel mehr als früher. Ich glaube dass sich die Welt zu mehr Frieden entwickelt. Aber das dauert. Ich sehe unseren Planeten ein bißchen wie einen Vorschulplanet: Wir sind noch dabei zu lernen uns nicht gegenseitig umzubringen und uns nicht die Schaufel auf den Kopf zu hauen und unsere Sandburgen kaputt zu machen. Und doch gibt es viele Menschen mit einem enormen Mitgefühl. In meinem Leben, in meiner Umgebung, sehe ich nur angenehme Menschen.

Marius: Zum Abschluss: Wie geht es mit deinen Projekten weiter, auf welche Highlights können wir uns freuen? Auf welchen Kanälen können wir deine Arbeiten verfolgen?

Sabrina:

Ich bin das letzte Jahr barfuss gegangen und mein neuestes Buch „Auf freiem Fuss“ erscheint am 6. Oktober. Außerdem habe ich gerade einen Roman veröffentlicht „Clara tanzt“ über eine Frau, die sich durch das Tangotanzen findet. Und dann singe ich sehr viel und gebe Workshops. Und dann räume ich gerade meine Schränke auf und gebe viel her. Und das ist auch immer sehr spannend.

Marius: Ich danke dir herzlich für dieses tolle Interview und wünsche dir weiterhin so viel Erfolg!

 

Erfahre mehr über Sabrina Fox

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *